Der Ort und seine Geschichte

Im Zentrum von Hagen liegt das Firmengelände der ehemaligen Baumwolltextilfabrik Elbers, die für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung war. Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts widmete sich die Firma Elbers der Wohnungsfürsorge für ihre Werksangehörigen. Das Fragment der 1906/07 von Prof. Richard Riemerschmid entworfenen Siedlung Walddorfstraße ist ein letztes Zeugnis dieses Werkswohnungsbaus. Im Jahre 1996 musste die Gesellschaft für Elbers-Drucke den Betrieb schließen, womit der letzte Großbetrieb in der Hagener Innenstadt sein Ende fand.

Die erhaltenen Betriebsgebäude der Textilfabrik Elbers dokumentieren auf engstem Raum ein breites Spektrum von zeittypischen Architekturen aus der Zeit zwischen 1850 und 1960. Nachdem bereits im Jahre 2001 das Verwaltungsgebäude an der Dödter Straße in die Denkmalliste der Stadt Hagen eingetragen wurde, sollen nun auch die übrigen Betriebsgebäude unter Denkmalschutz gestellt werden.

Das um 1910 entstandene Verwaltungsgebäude an der Dödter Straße ist in Anlehnung an die italienische Renaissance gestaltet und weist Elemente eines florentinischen Palazzo auf. Der Sitzungssaal wurde von Henry van der Velde gestaltet. Seine Ausstattung ist leider nicht mehr vorhanden. Heute dient das ehemalige Verwaltungsgebäude der Städtischen Musikschule Hagen als Domizil.

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